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19.05.2018, 09:19 Uhr

CDU Marl bemängelt fehlende Planungssicherheit für Akteure in der Kinder- und Jugendarbeit

Der familienpolitische Parteitag der CDU Marl am 14.5.2018 beschäftigte sich sehr intensiv mit den Themen Offene Kinder- und Jugendarbeit und Hilfen zur Erziehung in Marl.

Die CDU Marl fordert, dass sich für die Kinder und Jugendliche in Marl etwas verbessert.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbstständigkeit und Mündigkeit und integriert sie in die Gesellschaft; dies gilt insbesondere für bildungs- und sozial benachteiligte junge Menschen und vermeidet so Ausgrenzung.
Aufgabe der Politik muss es sein, Planungssicherheit für alle Akteure in der Kinder- und Jugendarbeit zu gewährleisten, damit ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche vorgehalten werden kann.

Weiter fordert die CDU Marl:

• Kinderspielplätze: zukünftig nur noch Mehr-Generationen-Spielplätze
• je Stadtteil ein gut ausgestatteter Spielplatz zzgl. bereits vorhandener Spielplätze an stark frequentieren Orten, wie Schulhöfen
• die Stelle der Kinder- und Jugendbeauftragten wieder zu besetzen
• die Mobile Jugendarbeit auszubauen
• Mobile Jugendarbeit mit Jugendeinrichtungen zu verknüpfen
• trotz Haushaltssanierungsplan den Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit Planungssicherheit zu geben

Beim Thema Hilfen zur Erziehung geht es um die Verwirklichung des Rechts von Kindern und Jugendlichen auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung durch Erziehungsberatung, Vollzeitpflege, Sozialpädagogische Familienhilfe, Heimerziehung, Eingliederungshilfen für seelische behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige.

Die CDU fordert hier eine Verbesserung des Angebots:
• Volle Stellen in den Einrichtungen
• mit der Einrichtung der Stadtteilbüros muss eine Wohnumfeldverbesserung, wie in Hüls-Süd, erfolgen
• bei erfolgreicher Entwicklung der Stadtteilbüros, die Einrichtung weiterer Büros zu prüfen
• Reduzierung der Hilfedichte bei der Heimerziehung (2010 - 2014: Anstieg der Fälle je 1000 JEW um 42 %),
• Ausbau von betreutem Jugendwohnen (ambulant vor stationär),
• Intensivierung der Rückführung von der stationären Hilfe in die Herkunftsfamilie oder in die Verselbständigung (Rückkehrmanagement),
• kürzere Verweildauer in der stationären Hilfe,
• Hilfen für junge Volljährige reduzieren / abschließen,
• Ausbau der sozialen Gruppenarbeit.

Der Parteitag der CDU Marl beschloss die oben erwähnten Forderungen einstimmig und gab der CDU Fraktion das Mandat, diese in den Rat der Stadt und seine Ausschüsse einzubringen.