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28.08.2018, 12:55 Uhr

CDU fordert Aufstellung eines Friedhofentwicklungsplans für die Marler Friedhöfe

Die Bestattungskultur in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, was auch in Marl zu erkennen ist. Mittlerweile wählen mehr als 2/3 der Marler Verstorbenen bzw. deren Angehörige die Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung. Diese ist günstiger und die Pflege weniger belastend für die Angehörigen ist.

Hier sieht die Marler CDU Handlungsbedarf. Sie fordert daher nach dem Vorbild der Ruhrgebietsstädte Essen, Dortmund und Bochum einen Friedhofentwicklungsplan für die Marler Friedhöfe. CDU Vorsitzender Thomas Terhorst: "Wer einen Spaziergang über einen der Marler Friedhof unternimmt, wird feststellen, wieviele freie Flächen es mittlerweile dort gibt". Diese Flächen seien totes Kapital und treiben die Friedhofsgebühren unnötig in die Höhe. Ähnlich sähe es bei den Trauerhallen aus. Diese würden kaum noch genutzt und Gebühren könnten schon lange nicht mehr kostendeckend erhoben werden, so Terhorst weiter.

Inhalt eines Friedhofentwicklungsplans sollte eine an der aktuellen Bestattungskultur ausgerichtete Friedhofsbewirtschaftung, die in Summe zu einer Senkung der Friedhofsgebühren, einer Entlastung des städtischen Haushaltes sowie einer gestalterischen Aufwertung von Friedhofsflächen beitragen. Da Urnenbegräbnisse, sei es in Kolumbarien, Baumgräbern oder gärtnerisch gestalteten Gemeinschaftsgrabanlagen, deutlich weniger Platz benötigten, sollten neue Grabstätten nur in Kernbereichen von Friedhöfen vergeben werden, um die Außenbereiche nach und nach freizuziehen. Zwangsumbettungen sollte es aber ausdrücklich nicht geben, hält der CDU Stadtverbandsvorsitzende fest!