CDU Marl fordert Einführung einer Feuerwehr-Rente

Besonderen Einsatz der freiwilligen Feuerwehr würdigen

11.11.2019
CDU Deutschlands/Christiane Lang
CDU Deutschlands/Christiane Lang

Die Marler CDU fordert die Einführung einer Feuerwehr-Rente für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr in Marl. Dies beschloss der geschäftsführende Stadtverbandsvorstand auf seiner letzten Sitzung.


Ziel dieser Feuerwehrrente soll es sein, das ehrenamtliche Engagement in den fünf Marler Löschzügen zu stärken und die Arbeit sowie insbesondere das Gefahrenrisiko, das sich hinter der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr verbirgt, anzuerkennen, so der CDU Vorsitzende Thomas Terhorst. Die Marler CDU steht damit in der Tradition CDU geführter Städte im Kreis wie Dorsten oder Waltrop, die eine Anerkennungsprämie für die freiwillige Feuerwehr in ihrer Stadt bereits eingeführt haben.

Bei der Einführung einer Feuerwehrrente soll es nicht um die Sicherstellung des späteren Einkommens, sondern vielmehr um die Würdigung der geopferten Freizeit und des von jeder Einsatzkraft persönlich eingegangenen Gefahrenrisikos gehen.

Diese Aspekte könnten mit einer einmaligen Leistungs- und Gefahrenprämie honoriert werden und würde damit auch den Stellenwert dieser Tätigkeit unterstreichen, so Terhorst weiter.

Denn insgesamt sei zu beobachten, dass Wettereinflüsse wie z. B. Starkregen und Stürme zunehmen und damit die ehrenamtlichen Mitglieder immer häufiger neben den Brandeinsätzen auch durch technische Hilfeleistungen weiteren Gefahrensituationen ausgesetzt werden, so der junge CDU Vorsitzende.

Hierdurch unterscheidet sich die Tätigkeit der ehrenamtlichen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr von den Tätigkeiten der Mitglieder gemeinnütziger Vereine. Sie verdienen eine Wertschätzung und Anerkennung durch die Stadt Marl, die über eine Jubiläumsprämie für langjährige Mitgliedschaft hinausgehen sollte.

Die freiwillige Feuerwehr in Marl übernimmt eine hoheitliche Aufgabe, die durch hauptamtlichen Kräfte alleine nicht geleistet werden könnte. Ein Wegbrechen der ehrenamtlichen Mitglieder hätte zur Folge, dass das hauptamtliche Personal erheblich aufgestockt werden müsste. Eine solche Aufstockung des hauptamtlichen Personals, wie gerade in Recklinghausen oder Gladbeck vorgeschlagen, würde für die Stadt Marl erhebliche Mehrkosten bedeuten.

Als ersten Haushaltsansatz für das Jahr 2020 schlägt die CDU einen Betrag von 50.000 Euro vor, der anschließend jährlich unter Berücksichtigung einer Dynamik angepasst werden sollte.

Darüber hinaus plant die CDU im Rahmen seiner Haushaltsplanberatungen zu diskutieren, wie das Ehrenamt in den Marler Vereinen allgemein gestärkt werden könnte.