Auch an diesem Thema zeichnet sich schon, wie so oft in Marl, eine Diskussion ab, die mehr in die Vergangenheit gerichtet zu sein scheint, als vorwärtsgerichtet und sachbezogen. Mit einer Verlagerung um einige 100 Meter wird doch Kultur nicht aus der City entfernt. Skulpturenpark und der Skulpturenweg am See sind doch direkt an dem möglichen neuen Standort.

Der Kulturausschuss hat in seinen letzten beiden Sitzungen sich mit den Thema Kultureinrichtungen an den jeweiligen heutigen Standorten oder im Rahmen der zu erwartenden Baumaßnahmen am Rathaus und in der City an neuen Standorten befasst. Ähnlich wie heute in der öffentlichen Diskussion ist auch bei den politischen Vertretern ein Beharrungsvermögen zu den Standorten vorhanden. Allein die CDU Fraktion war für eine Standortdiskussion offen. Neue Standorte bedeuten für die jeweiligen Kultureinrichtungen Chancen sich auch konzeptionell und insbesondere räumlich dem Stand heutiger Technik entsprechend neu und zeitgemäß aufzustellen. Dies ist mit Einschränkung selbstverständlich auch an den heutigen Standorten möglich, aber eben nur mit Einschränkung. Erinnern wir uns an die Diskussion und den Wettbewerb um den „Ausbau des Skulpturenmuseums. Es gab doch gute Gründe dafür. Einer war die beschränkte Ausstellungsmöglichkeit in den heutigen Räumlichkeiten. Nicht jedes Kunstwerk ist heute im Skulpturenmuseum zu zeigen. Manches scheitert schon an der Größe eines Werkes. Aber das sei nur einer der damaligen Gründe. Das Museumsdepot, was es bis heute nicht gibt, ein weiterer Aspekt. Das bei der Sanierung des Rathauses ein Begegnungszentrum (ähnlich Hüls-Süd) entstehen wird, ist auf Grund der Förderbedingungen für mich relativ sicher. Das dies in den Räumen des Rathauses sein wird auch. Wenn das so ist, sollten wir schnell uns einer Diskussion öffnen, die sich mit der Lösung des Themas „Soziales Rathaus“ und der Realisierung von neuen Standorten des Skulpturenmuseums öffnet. Ich persönlich würde auch die Chancen nutzen und über einen gemeinsamen Standort der Kultureinrichtungen (insel, Bibliothek, Museum) als Haus der Kultur diskutieren. Aber den Glauben solch große Schritte zu wagen, habe ich mit Blick auf heute handelnde Akteure nicht. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Werkstattgespräche zum Skulpturenmuseum und des möglichen neuen Standortes bringen wird.